Kirche Kellinghusen/Hennstedt

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kellinghusen

Kirche Hennstedt
Aktuelles Details

Orgelsanierung

Foto: M. Harder

Liebe Gemeinde,

am 16. März 2015 begannen die Mitarbeiter der Firma Scheffler aus Jacobsdorf mit dem Abbau unserer Sauer-Orgel, und dies war gleichzeitig der Startschuss zur umfangreichen und aufwendigen Restaurierung.

Die ersten Arbeiten vor Ort zogen sich 14 Tage hin. In dieser Zeit wurde die Orgel in alle Einzelteile zerlegt. Jedes Teil wurde unter die Lupe genommen, der Schadensumfang schriftlich festgehalten und katalogisiert. Der Blick in die auseinander-gelegte Orgel war faszinierend.

Neben den Pfeifen in den Größen zwischen einem Fuß und 16 Fuß (1 Fuß = etwa 30 cm) wurden die Windladen für 30 Register sorgfältig ausgebaut.

Derzeit liegt der Schwerpunkt der Arbeiten für die Sauer-Orgel bei der Neubelede-rung der genau 2010 stehenden Taschen.

Dafür werden die historischen Holzkörper aufwendig vom alten Leder befreit, aufge-arbeitet und anschließend neu bezogen. Für alle Taschen werden rund 21 Quadrat-meter hochwertiges Pneumatik- und Ventilleder, sowie ca. 6 m² Filz und 5,5 m² Hartpappe verarbeitet. Taschen sind in verschiedenen Größen entsprechend der 30 Register ausgelegt. Die Arbeiten gehen zügig voran, so dass wir uns im vorgesehe-nen Zeitablauf befinden.

Nachdem die Orgel ausgebaut wurde, begann man mit der hinteren Kirchenwand-sanierung der Orgel. Hier musste der gesamte Putz von den Wänden geschlagen werden, damit zukünftig nicht wieder Zementstaub auf Grund klimatischer Veränderungen in die Orgel fallen kann.

Es ist vorgesehen, die Steinwand hinter der Orgel so zu belassen, wie sie ursprünglich einmal war. Auch diese Arbeiten konnten bereits in dem vorgesehenen Zeitfenster durchgeführt werden.

Gleichzeitig wurde mit der Dielenerneuerung der Empore begonnen. Vorher wurde eine Untersuchung auf Holzwurmbefall durchgeführt (nachdem in der Orgel festge-stellt wurde, dass diese mit Holzwürmern befallen war). Zum Glück stellte sich her-aus, dass die Empore nicht davon betroffen ist.

Zukünftig werden die Dielen auf der Empore wieder sichtbar sein und die unter-schiedlich hohen Stufen (z.T. Stolperfallen) angepasst.

Im Juli sind die Orgelbauer wieder vor Ort. In der Zwischenzeit werden die unter-schiedlichsten Arbeiten in der Scheffler-Werkstatt vorgenommen.

Im nächsten Gemeindebrief berichten wir wieder über den Fortschritt der Orgelsanierung.