Balkon singen mit der Mond ist aufgegangen

Um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirche alle Menschen ein, gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren – jeder und jede auf seinem Balkon oder im Garten. Denn Singen verbindet und tut gut. AUch unsere Orgel wird zu hören sein. Liedtext „Der Mond ist aufgegangen“ 1.Der Mond ist aufgegangendie goldnen Sternlein prangenam Himmel hell und klar.Der Wald steht schwarz und schweiget,und aus den Wiesen steigetder weiße Nebel wunderbar. 2.Wie ist die Welt so stilleund in derDämmrung Hülleso traulich und so holdals eine stille Kammer,wo ihr des Tages Jammerverschlafen und vergessen sollt. 3.Seht ihr den Mond dort stehen?Er ist nur halb zu sehenund ist doch rund und schön.So sind wohl manche Sachen,die wir getrost belachen,weil unsre Augen sie nicht sehn. 4.Wir stolzen Menschenkindersind eitel arme Sünderund wissen gar nicht viel.Wir spinnen Luftgespinsteund suchen viele Künsteund kommen weiter von dem Ziel. 5.Gott, lass dein Heil uns schauen,auf nichts Vergänglichstrauen,nicht Eitelkeit uns freun;lass uns einfältig werdenund vor dir hier auf Erdenwie Kinder fromm und fröhlich sein. 6.Wollst endlich sonder Grämenaus dieser Welt uns nehmendurch einen sanften Tod;und wenn du uns genommen,lass uns in’ Himmel kommen,du unser Herr und unser Gott. 7.So legt euch denn, ihr Brüder,in Gottes Namen nieder;kalt ist der Abendhauch.Verschon uns, Gott, mit Strafen und lass uns ruhig schlafen.Und unsern kranken Nachbarn auch! Text: Matthias Claudius 1779Melodie: Johann Abraham Peter Schulz 1790 Evangelisches Gesangbuch 482 Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen… diesen Text kennen viele auswendig und haben ihn schon als Kind als Abendlied gehört. Man kann geborgen einschlafen, wenn am Ende – wie am Ende der ersten Strophe - alles wunderbar ist. Die letzte ebenfalls sehr bekannte Strophe mit ihrer Anrede So legt euch denn ihr Brüder (gemeint waren schon damals alle Menschenkinder) führt allerdings mitten hinein in unsere Tage. Denn nun ist nicht mehr alles einfach wunderbar, sondern der Abendhauch ist kalt. Es gibt damals noch die Angst vor Strafen Gottes, und die Sorge um den ruhigen Schlaf, die viele heute umtreibt, und ja, um unsern kranken Nachbarn auch.